Am 8. 11. 2018 wurde auf der Rostocker Werft Tamsen Maritim für den Traditionssegler Santa-Barbara-Anna ein Krängungsversuch durchgeführt. Die dabei ermittelten Messergebnisse bilden die Grundlage für den Stabilitätsnachweis und die Segelanweisung zur sicheren Führung des Schiffes unter allen Wetterbedingungen. Nach in Kraft Setzung der neuen Sicherheitsrichtlinie für Traditionsschiffe müssen auch für diesen Rostocker Traditionssegler die vorhandenen und bewährten Regelungen amtlich bestätigt werden.

Für den Versuch wurden mehrere tonnenschwere Gewichte auf dem Deck platziert und die resultierende Krängung (= Schiffsneigung) gemessen. Zuvor wurden alle Tanks des Schiffs geleert, um das Ergebnis nicht zu verfälschen. Die beobachtete Krängung betrug trotzdem nur wenige Grad, bot also keinen Anblick spektakulärer Schräglage. Für die Berechnungen ist das aber dennoch völlig ausreichend.

Gerd Simonn kann als langjährig verantwortlicher Skipper des Traditionsseglers auf einen über viele Jahre aufgebauten Erfahrungsschatz in der Führung dieses Schiffes zurückgreifen. Unter seiner Gesamtleitung wurde der Werftaufenthalt intensiv vorbereitet, so dass die Vertreter des ausführenden Ingenieurbüros und der Zulassungsbehörde ideale Bedingungen vorfanden.

Maßgeblichen Anteil am reibungslosen Ablauf des Krängungsversuchs haben zwei weitere langjährige Crewmitglieder. Zum einen ist dies Kapitän Peter Paul, der für die gesamte theoretische Vorbereitung und administrative Arbeit zur Erstellung des Stabilitätshandbuches verantwortlich zeichnet. Zum anderen ist dies Schiffbauingenieur Siegfried Prochnow, der diesen stolzen Segler seit Mitte der 90er Jahre betreut. Alle schiffbautechnischen Maßnahmen laufen seit dieser Zeit unter seiner Federführung. Die für den Krängungsversuch erforderlichen technischen Vorbereitungen und die Fertigung umfangreicher technischer Zeichnungen lagen in seinen bewährten Händen.

 

 
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