Anfang Juli fand die 20. Sail Gdansk statt - und die Santa Barbara Anna das erste Mal mit dabei. Es war eine lange Anreise, direkt im Anschluss an die Kieler Woche. Aber die hat sich gelohnt: Trotz einiger organisatorischer Engpässe war es eine wirklich gelungene Veranstaltung und eine schöne Erfahrung. Wir sind täglich 2 Halbtagstörns mit vielen Mitseglern an Bord gefahren. Das Wetter hat traumhaft mitgespielt.

Sonnenuntergang auf der Überfahrt der Santa Barbara Anna nach Danzig zur Sail Gdansk

Erst nach der Sail, auf der Überfahrt nach Sassnitz, wo die nächste Station unserer Sommer­tournee statt­finden sollte, erwischte uns ein Unwetter. Wind der Stärke 7 - 8 aus West, also direkt von vorn. Zwei der Hilfsdiesel für die Bord­strom­erzeugung fielen nach­einander aus. Die Haupt­maschine kam wegen der hohen Temperaturen im Maschinen­raum auch sehr nah an ihre Grenzen. Und trotzdem kamen wir über Grund fast gar nicht voran!

Die einzig richtige Entscheidung war deshalb, umzukehren und zumindest die 70 Meilen bis nach Gdynia zurück zu segeln. Ja, Segeln. Mit dem Wind im Rücken und der Stagfock gesetzt machten wir sehr gute Fahrt. Obwohl wir gerade auf solchen langen Törns immer sehr gern Mitsegler und Gäste willkommen heißen, waren wir in diesem Fall doch froh, dass sich auf dieser Reise nur die Crew an Bord befand.

In Gdynia konnten wir unsere Hilfs­maschinen reparieren und einen Teil der Crew austauschen. Die Bahnfahrt von Rostock nach Gdynia war eine Erfahrung für sich! Im zweiten Anlauf gelang die Überfahrt - diesmal direkt nach Rostock, die Teilnahme an den Rügener Hafentagen mussten wir inzwischen absagen. Sie lief völlig problemlos und entschädigte noch einmal mit Sonnen­unter­gängen und tollen Blicken auf die Rügener Kreideküste und Hiddensee. Einziger Wermuts­tropfen: Der Wind wehte immer noch aus West und ließ Segeln nicht zu - zumindest nicht auf dem direkten Kurs nach Hause, wohin sich so langsam alle sehnten.

 
f t g