Nicht alles, was momentan am Schiff repariert, erneuert und gewartet wird, kann man von außen sehen. Im Gegenteil, sehr vieles passiert unter Deck, vor den Augen der Öffentlichkeit und dem Tageslicht verborgen. Wir werfen deshalb hier mal einen Blick auf die Arbeit unserer 10 Maschinisten, die sich von November bis April einen sehr ehrgeizigen Plan vorgenommen haben.

Arbeiten an der Hauptmaschine

Zunächst das Naheliegende: Es stehen natürlich die üblichen Routinearbeiten an Haupt- und Hilfsmaschinen an - Ölwechsel, Ventilspiel einstellen, Filter wechseln, ...

Doch es gibt noch mehr zu tun im Maschinenraum - die neue Sicherheitsrichtlinie fordert Verbesserungen an den Elektroleitungen: Es müssen feuersichere Kabelhalterungen installiert und die Leitungen mit einer Brandschutzummantelung versehen werden. Und hier befinden sich auch die Wasserleitungen zum Lenzen bzw. zum Feuer löschen. Deren Absperrschieber werden routinemäßig überprüft.

Den größten Teil ihrer Anstrengungen widmen die Maschinisten allerdings gar nicht den Maschinen, sondern vielen anderen kleinen und großen Anlagen an Bord. Diese sind für das Funktionieren eines Schiffs wie unserem unabdingbar, werden aber trotzdem meist kaum wahrgenommen - eben weil sie so scheinbar reibungslos ihren Dienst tun.

Die Überholung Warmwasserkessels ist inzwischen bereits abgeschlossen, genau wie der Tausch der Heizkörper in der großen Messe. Das war auf Grund deren Alters einfach fällig. Auch das Hauswasserwerk hat das Ende seiner Lebensdauer erreicht und muss erneuert werden. Überhaupt gibt es diesmal viel am Wassersystem zu tun: Die Entlüftung des Trinkwassertanks muss erneuert werden, ebenso die Leitungen und Fliesen im Sanitärbereich. Als Maschinist der Santa Barbara Anna muss man eben auch ein halber Klempner sein!

Nicht zuletzt wartet noch die anstrengende Aufgabe, die Bilgen zu reinigen und zu konservieren. Das sind die "Räume" direkt über dem Kiel, noch unterhalb des unteren Decks.

Ein ambitionierter Plan - wie jedes Jahr. Aber die Jungs sind guter Dinge, ihn erfüllen zu können - auch wie jedes Jahr. Immerhin sind sie von der Witterung unabhängig, ein großer Vorteil gegenüber den Arbeiten im Außenbereich. Und endlich sind auch ein paar (relativ wink) jüngere Kollegen dazu gestoßen, die tatkräftig unterstützen und dabei von den alten Hasen lernen können.

f t g