Die diesjährige Abschlussfahrt führte uns so weit nördlich wie lange nicht mehr. Allerdings war der Wind diesmal nicht unser Freund und blies auf Hin- und Rückweg oft von vorn. Trotzdem haben wir unser Ziel - Göteborg - erreicht und waren begeistert von dieser schönen Stadt. Auf dem Heimweg gönnten wir uns noch einen Stopp in Kopenhagen. Nach insgesamt 8 Tagen fand eine wunderbare Reise mit der sicheren Ankunft von Schiff und Crew in Rostock ihr Ende.

Auf den ca. 440 Meilen mussten wir leider oft Maschinenunterstützung in Anspruch nehmen. So haben wir am Ende auf dieser Reise 1,5 t Diesel verbraucht! Aber trotz ihres hohen Alters hat die Maschine gut durchgehalten. Ein Dank an die Maschinisten!

Bilder

Santa Barbara Anna hat die schwedische Flagge gehisst

Bericht

Gleich nach dem Passieren der Mole in Warnemünde am 5. Oktober konnten wir bei westlichem Wind noch segeln. Zum Queren des Verkehrstrennungsgebiets in der Kadettrinne haben wir die Segel herunter genommen. Danach brauchten wir sie gar nicht erst wieder setzen, denn im Öresund herrschte Nordwind. Nördlich des Sunds, im Kattegatt, blies er teilweise so stark, dass wir nur noch 1,5 Knoten Fahrt machen konnten.

Am Mittag des 7. Oktober erreichten wir das Ansteuerungsfeuer "Trubaduren" vor Göteborg. Die anschließende Fahrt durch die malerischen Schären wird in Erinnerung bleiben! Abends konnten wir dann im Hafen von Eriksberg festmachen, einem noch sehr jungen Stadtteil von Göteborg. Selten hat eine Mahlzeit an Bord so gut geschmeckt wie an diesem Abend, als wir endlich unser Ziel erreicht hatten. An dieser Stelle ist ein Lob für Tommy angebracht, unseren hervorragenden Koch auf dieser Reise!

Es blieben zwei Tage, um die Stadt zu erkunden. Auch das Areal um unseren Hafen war schon eindrucksvoll - alles sehr neu, aber wirklich schön gestaltet. Es wurde viel Holz eingesetzt und großzügig öffentliche Kunst installiert. Die Fähre, die in engem Takt die Göteborger Stadtteile verbindet, ist übrigens kostenlos benutzbar. Eine Anregung für Rostock...? Das Wetter während dieser Zeit war allerdings wenig beispielhaft. Kalt und regnerisch - Handschuhwetter! Zur gleichen Zeit herrschte daheim in Rostock angenehmer Spätsommer!

Am 10. Oktober legten wir für die Heimreise ab. Der Wind hatte mittlerweile auf Süd gedreht und erlaubte uns wieder kein Segeln! Eigentlich wollten wir durch den Belt westlich von Seeland fahren. Aus Zeitgründen haben wir uns dann doch entschieden, auch den Rückweg durch den Öresund zu nehmen. Ab Helsingør konnten wir sogar wieder unter Segeln fahren.

Die gesparte Zeit nutzten wir für eine spontane Übernachtung in Kopenhagen. Immer wieder schön! Auch das Wetter war hier deutlich freundlicher. Auch den verbleibenden Weg bis nach Rostock konnten wir wieder segeln - ein versöhnlicher Abschluss dieser Tour.

f t g